Fachkraft fragt: Was bringt Empatyzer bei der Arbeit mit ADHS?

TL;DR:

  • Kurze Botschaften — einfache Sprache und ein Ziel pro Nachricht.
  • Klare Schritte — Aufgaben in konkrete, messbare Handlungen aufteilen.
  • Abschluss — Vereinbarungen zusammenfassen, wer was bis wann macht.
  • Prioritäten — deutlich sagen, was jetzt wichtig ist und was warten kann.
  • Chaos reduzieren — eine Quelle für Termine und kurze Statusmeldungen.

Menschen mit ADHS kommen besser zurecht, wenn Kommunikation konkret, vorhersehbar und frei von Informationsüberfluss ist. Praktisch heißt das: Anweisungen in kurze, messbare Schritte mit klarer Erwartung und Frist aufteilen. Statt allgemeiner Vorgaben nenne die nächste konkrete Handlung und einen Termin oder eine geschätzte Dauer. Prioritäten helfen, die Aufmerksamkeit zu bündeln — sag deutlich, was jetzt am wichtigsten ist und was zurückgestellt werden kann. Ein Abschluss der Unterhaltung und das schriftliche Festhalten von Vereinbarungen verringern Unsicherheit und vermeiden wiederholte Nachfragen. Bei Aufgaben haben sich einfache Formate bewährt: Stichpunktlisten, Checklisten und kurze Bestätigungs-E-Mails. Begrenze die Anzahl der Themen in einer Nachricht und vermeide überraschende Änderungen ohne Vorankündigung. Gib Raum für Nachfragen und kurze Verständigungsbestätigungen wie 'verstanden / mache ich'. Große Aufgaben in Etappen planen und Fortschritt regelmäßig per kurzen Statusmeldungen prüfen. Vorlagen, Checklisten und Erinnerungen fungieren als externe Gedächtnisstütze und senken die exekutive Belastung. Lege außerdem eine zentrale Quelle für Termine und Änderungen fest, um Kanalvielfalt zu vermeiden. Der Ton sollte unterstützend und sachlich sein — Verzögerungen kleineren Ausmaßes nicht bewerten, aber klare Folgen bei größeren Problemen benennen.

Kurzcheck: kurze Botschaften, 1–3 Schritte, klare Prioritäten, Abschlussbestätigung und ein Ort für Termine.

Autor: Empatyzer

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